|
|
|
Standardprobleme beim "Homerecording" Geschildert wird eines der Standardprobleme beim "Homerecording" oder besser Podcasting. Selbst wenn man mit relativ wenig Qualität zufrieden ist, oder grade dann, wenn man sich gute Miks gekauft hat, dann steht man vor einem Problem: Es hallt im Raum!
Es geht nicht um den Lärm Noch einmal, es geht nicht um den Lärm von der Straße oder den Nachbarn, es geht um die Raumakustik. Es hallt praktisch in jedem Raum. Umso leerer ein Raum ist, umso schlimmer hört man es. Ein Hall ist ein sehr kurzes Echo. Ein Echo ist mehr oder weniger eine Schallreflektion des ganzen Wortes wie bei diesem Witz: Jemand ruft in einem halligen Raum: "Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?" Das Dreifachecho ist "Esel - Esel - Esel", ein Hall wäre "l-l-l" also nur die ganz kurze Wiederholung des Endtones.
Hall kann sehr unangenehm wirken Normalerweise gewöhnen wir uns an Hall und bemerken ihn nur wenn wir z.B. in eine leere Wohnung kommen. Sobald man Möbel aufstellt, wird die Schallreflektion sehr stark gesenkt. Beim Recording ist das anders. Wir hören dem Podcast ja sehr aufmerksam zu und der Hall kann sehr unangenehm wirken. Aus meiner Sicht eines der größten Probleme nach dem PC-Lüftergeräusch.
"News aus dem Schrank" Nun hat aber nicht jeder ein Studio oder einen nicht hallenden Raum in dem ein PC steht. Unter der Überschrift "News aus dem Schrank" hat der WDR einen sehr schönen Artikel veröffentlicht: http://www.wdr.de/wdrprint/archiv/2005/09/spots.html
Ein freier Journalist war es leid, den weiten Weg ins Studio zu fahren, und spricht nun seine Beiträge in den Kleiderschrank. Diese ist mit Bettzeug ausgepolstert und auch hinter ihm scheint eine Bettdecke zu hängen. Der Tipp alter Hasen ist eh, Bettlaken durch den Raum zu hängen, um die Akustik in den Griff zu kriegen.
Das wichtigste ist, die Schallreflektion hinter dem Mikrofon aus Sprechrichtung gesehen.
Dafür gibt es sogar ein besonderes ganz schön teures und in der Wirkung nicht unumstrittenes Hilfsmittel, den SE Electronics Reflexion Filter: http://www.thomann.de/
Test: bei www.amazona.de
Wer  schon etwas in meinem Blog gelesen hat, wird festgestellt haben, daß ich meine ZOOMs liebe. Es gibt kaum ein praktischeres Gerät, um Podcasts in sehr guter Radioqualität aufzuzeichnen. Diese Geräte sind aber von der Konzeption her für Amateurmusiker gemacht.
Brandneuer ZOOM H4 Handy-Rekorder
Der brandneue ZOOM H4 ist endlich auf dem Markt, ein Handy-Rekorder und Multitracker speziell für ENG (electronic news gathering) also Reporter bzw. Podcaster. Die ersten Tests auf englisch hier: www.2090.org oder in diesem deutschen Forum: http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/58872.htm
Ausstattung:
- zwei Elektret-Kondensatormikrofone in X/Y-Anordnung
- zwei XLR/Klinken-Kombibuchsen
- 24 V- oder 48 V-Phantomspeisung
- Effektsektion mit. Kompressor, Limiter
- integrierte USB-Schnittstelle
- Stromversorgung mit Netzadapter oder zwei AA-Batterien
- echtes 16 bit/44.1 kHz Recording
Ich bin mal sehr gespannt auf Vergleichstests! Der Vorteil gegenüber dem MicroTrack 2496 ist auf jeden Fall die flexible Stromversorgung und die echte 48 V-Phantomspeisung.
Andere Geräte mit ähnlicher Zielgruppe sind das Edirol R09, R01, Marants PMD 660
Wer sich etwas intensiver mit Radiotechnik beschäftigt, kommt auch irgendwann auf das Thema Antennen und Strahlung. So erging es mir auch u.a. in Kursen zu Funkamateurtechnik.
Jeder Radio- oder Radartechniker kennt persönliche Schutzvorschriften bzgl. hochfrequenter Strahlung z.B., daß man sich nicht vor eingeschaltete Antennen stellt bzw. Strahlenschutzkleidung trägt.
Mikrowelle - Wireless LAN
Verbraucher haben vielleicht noch im Sinn, wie man vor Jahrzehnten eher skeptisch einer Mikrowelle in der Küche gegenüber stand. "Ist das auch dicht?" Die Mikrowelle in der Küche strahlt mit 2,4 GHz (Gigahertz). Ihr WLAN und Bluetooth ebenso!
Computermonitor "strahlungsarm"
Und der eine oder andere hat vielleicht noch den Aufkleber auf seinem Computermonitor "strahlungsarm". Erinnern Sie sich? Die Strahlung von Bildröhren in so kurzem Abstand wie bei einem Computermonitor ist ein Problem, das man sogar erkannt hat.
Kein pseudowissenschaftlicher Hokuspokus
Nur um es mal klar zu sagen: Ich meine keine Angst bzgl. irgendeines pseudowissenschaftlichen Hokuspokus' Erdstrahlungen, Wasserquellen usw. Es geht mir um wissenschaftlich nachweisbare Dinge und unseren zu sorglosen Umgang mit Funkstrahlung.
Sorglose moderne Menschen
Moderne Menschen haben häufig ein schnurloses DECT Telefon, ein Handy und immer häufiger ein WLAN. Das sind 3 PERMANENTE Strahlungsquellen mit gepulsten Mikrowellen. Etwa das, was man sich früher kaum in der Küche bei voller Abschirmung anzusehen traute, liegt nun ständig in userer nächsten Nähe.
Es ist völlig ignorant anzunehmen, daß es keine Wirkung auf uns habe.
In diesem Sinne habe ich hier auf mich seriös wirkende Links zusammengetragen:
Wolfgang Maes, Sachverständiger für Baubiologie / Journalist DJV
Nova Institut
Forum Elektrosmog
ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt, September 2002, Telefone, DECT
Arbeitskreis für Elektrosensible
Fessel-GfK-Studie
Mein persönlicher Umgang damit ist ganz einfach. WLAN oder Schnurlostelefon habe ich nicht. Mein Handy ist in der Wohnung in einer Halterung mit externer Autoantenne mit Magnetfuß. Diese ist am Fenstergriff und hat eine Abschirmung aus Alufolie in Richtung Wohnung. Draußen trage ich mein Handy meist in der Jackentasche und dahinter, also zu meinem Körper ist meine Brieftasche. Diese hat eine Lage Alufolie aus der Küche.
Nachtrag: 2.2.2007 Bildzeitung: "Krebs-Angst wegen Handystrahlung"
Die Bildzeitung hat gestern unter der Schlagzeile "Krebs-Angst wegen Handystrahlung" ganz massiv auf das Problem aufmerksam gemacht. Sie berief sich dabei auf eine neue skandinavische Studie.
Zwar war auch hier nicht nachweisbar, dass Hirntumore direkt etwas mit Handystrahlung zu tun hatten, aber man merkte bei den Untersuchungen, dass die Tumorpatienten verblüffend häufig den Tumor auf der Seite hatten, auf der sie meist mit dem Handy telefonierten. Leider fehlte jeder Hinweis auf WLAN und DECT.
iPod Reparaturanleitung
Wenn ich eins hasse, dann sind das Geräte, die ein Verschleißteil haben, das man nicht austauschen kann. So z.B. der iPod. Akkus geben irgendwann ihren Geist auf, das ist dem Fachmann klar. Der Leistungsabfall kann sehr rapide sein, das ist einem Laien meist unklar.
Simpler Akku wäre schöner
Schön wäre es, wenn der iPod einen von außen zugänglichen Akku hätte, den man einfach austauschen kann wie es beispielsweise die meisten Sony MD-Player haben. Da ist 1 AA-Akku drin, den man einfach von außen austauschen kann.
Video-Tutorial
Der iPod enthält einen fest eingebauten größeren Akku, den man selber austauschen kann, aber nur mit einer dicken fetten Anleitung.
Eine gute Anleitung in Bildern: http://www.ifixit.com/Guide/iPod/
Und hier verklagt jemand Apple wegen einer ähnlichen Geschichte, der Akkutausch ist zu kompliziert: http://www.schlaunews.de/
Nachdem man dann verstanden hat, was Podcasting ist, fragt man sich ja automatisch, ergibt das einen Sinn und wie sieht die Zukuft aus?
Meine Frage: Kann man Podcasting so einfach mit Radio vergleichen?
-
Radio ist ein traditionelles, klassisches Medium, das eingeführt wurde, als es nichts vergleichbares gab, höchstens Zeitungen. Radios sind einfacher zu bedienen als PC, Podcatcher, Player.
- Radio muß immer die Masse der Zuhörer abdecken, weil man kostenbewußt arbeiten muß und von Werbung abhängig ist. Es ist als Massenmedium konzipiert, das Internet eher als Individualmedium mit Massenzugang, sonst wären Nischen z.B. sowas skurriles wie Gay Wrestling Podcast überhaupt nicht denkbar.
- Die Formen Reportage und gebauter Beitrag sind in der Podcastwelt fast unbekannt. Meist handelt es sich um Moderationen, "Audioblogging" (ich vergesse das Moderieren aber erzähle trotzdem was) und Soundseeing.
- Beim Radio muß man permanent davon ausgehen, daß sich Hörer grade zugeschaltet haben oder daß sie abspringen, wenn man ausschweifig / langweilig wird. Podcasts haben dagegen ein Ende und einen Anfang. Es ist also recht aufwändig, sauber Radiosendungen für Podcasts umzuscheiden. Spätestens da fällt einem der Unterschied auf.
Podcasting ist keine Hörzeitung
So ist es unpassend, wenn Wikipedia Podcasts als "Radio on demand" bezeichnet. Radio ist ja auch nicht eine Hörzeitung und DVDs sind kein Fernsehen on Demand. Podcasting ist eher Audio on Demand und hat nicht selten eine Ähnlichkeit mit einem getunten Bollerwagen - ähhä?
Sehr spezifische Nischen
Der Sinn des Podcastings ist, die Individualität zu unterstützen und sehr spezifische Nischen abzudecken, die ein Massenmedium nicht bieten kann. Podcasting lebt von "Experten", die ihr wissen in Audio / Video anbieten. Wie groß die Nische ist und ob es da auch wiederum eine "Masse" gibt, das ist interessant.
Individuelle "Massen"
Das klingt zunächst gegensätzlich "individuelle Massen", aber sobald das Podcasting auf Empfangsseite noch einfacher wird, wird es größere "individuelle Massen" geben. Diese Massen sind heute schon vergleichbar mit den Auflagen exotischer Publikationen. Als Vergleichszahlen sind deshalb nicht Radiohörer sondern vielleicht eher die Auflagen von Publikationen wie z.B. Obdachlosenzeitungen vergleichbar. Wann wird Podcasting aus den Kinderschuhen kommen?
Ich denke, da gibt es drei Punkte: Technische Qualität, Inhalt, Struktur.
- Die technische Qualität der meisten Podcasts hinkt weit hinter dem her, was möglich ist. Der Grund ist wohl, daß man der scheinbaren Einfachheit der Bedienung der Geräte vertraut und der angenommenen Toleranz der Hörer.
Langfristig wird es so sein wie bei den berüchtigten (weil langen, einfallslosen, ungeschnittenen) Urlaubsvideos. Schlechte Qualität wird man vermeiden, wenn bessere in Form anderer Podcasts oder klassischer Medien vorhanden ist.
- Der Inhalt: Es klingt immer so locker, was Radio oder Fernsehmoderatoren so machen. Wenn man aber das erste Seminar besucht zum Thema "Schreiben fürs Radio", dann wird einem klar, wie schwer erarbeitet das ist. Es ist ein Handwerk. Dem einen fällt das leichter, dem anderen schwerer. Zur Zeit sieht es noch so aus, daß Podcaster meinen es sich leisten zu können, einfach ihr Ding zu machen. Das ist in sich o.k., aber bezogen auf die Frage, wann Podcasting aus den Kinderschuhen kommt, werden nur die überleben, die mehr über ihr "Ding" nachdenken und sich Rundfunkqualität anpassen.
- Mit Struktur meine ich
1. FORMAT. Ja, eine Annik Rubens hat, ohne es wahrscheinlich am Anfang so geplant zu haben, ein Format (Intro, Anmoderation, Zeiteinheiten, Stil, Abmoderation, Outro, Erscheinungsrhytmus).
2. Sortier- und Präsentierstruktur in den Portalen. Bisher scheinen die Podcastportale lediglich Podcasts zu listen. Waren sie anfänglich noch froh über mehr und mehr Podcasts, so ist es jetzt angesagt, dem User zu helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein vielfältigeres Bewertungssystem ist nötig, vorbereitete "Themenkanäle" mit Minimumqualitäts- und Inhaltsansprüchen. Z.B. wählt ein User folgendes: Technische Qualität 1 (sehr gut), Inhalt "News, Comedy", Gesamtzeit 5h, so erhält er einen tagesaktuellen Downloadvorschlag.
Weitere Meinungen:
- Hallo, ihr Lieben!- Was denken Podcaster, Internetwirtschaft, Verleger und Radiomacher über Podcasting?- Preconference-Podcasts: Julian Regenthal-Patzak, Audioetage- Podcastday 2006 - Bürgermedien
Also, immer wieder lese ich von Großmembranmikrofonen. Das hört sich dann so an, als ob es das beste ist.
Nicht besser als Kleinmembranmikrofone
In Wirklichkeit sind die nicht besser als Kleinmembranmikrofone, sie sind nur anders. Viel von diesem "anders" ist nichts als Psychologie. Wenn wir Fotos von Sängern sehen ist dies eben häufig vor so einem großen Mikrofon. Auch die ganz alten Ur-Klassiker waren sehr groß. Ein kleines Mik macht eben nichts her. Das ganze ist sehr schön in der Wikipedia beschrieben, ich könnte es nicht besser ausdrücken: http://de.wikipedia.org/
Röhrenmikrofon
Ich habe selber auch eines von diesen großen sogar als Röhrenmikrofon ( AKG Solidtube ). Es ist ja prinzipiell nichts dagegen zu sagen. Sie sind sehr schön, geben ein Radiogefühl und als Röhrenmik klingt es unschlagbar.
Nachteile von Großmembranmiks
Die Nachteile von Großmembranmiks sind aber in der Überzahl:
- Die sind sehr leistungsstark. Ein NACHteil? Ja, denn sie nehmen viel zu viel auf. Da muß der Raum schon sehr leise (PC-Lüfter, Straßengeräusche) und gut gedämmt ( Hall, Echo ) sein. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem!
- Die Leistung macht es auch nötig, einen Kanalzug zu benutzen, damit sie im Zaum gehalten wird. Diese Dinger sind nicht sinnvoll ohne Kompressor / Limiter (HARDware) zu benutzen oder man verschenkt viel von der Leistung.
- Sie sind sehr unflexibel und weniger für einen Bühnen- und schon garnicht für den Reportageeinsatz gedacht. -> Man braucht noch ein Mik.
- Man ist von 48V, also einem Mischpult oder Kanalzug abhängig.
Also lieber gleich ein gutes Handmikrofon / Studiomikrofon? Wenn man da auf Qualität achtet, dann hat man etwas sehr gutes, was sehr flexibel ist.
Eine gute technische Übersicht über Mikros:
http://www.behringer.com/04_ultranet/tutorials/mic-tutorial/frame.html
War diese Seite hilfreich? Setzen Sie einen Link Podcast-Technik www.hallomarkus.de/index.php?topic=Podcasttechnik
Anfang | zurück | 1 2 3 4 | weiter | Ende
|
|
|