Podcasttechnik - Vergleich: Sony MZ-R70 bzw. MZ-R700, Net-MD, Hi-MD
Als die Minidisk herauskamen, waren die CD-Brenner noch nicht geboren. Als das CD-Brennen immer populärer wurde, wurden sie langsagm überflüssig. Als die MP3-Player auf den Markt drängten, wurden die MD-Geräte dann wirklich in eine Ecke gedrängt, in der sie fast keinen Platz mehr haben, dennoch...
Ich vergleiche hier 2 Mini Disc Recorder: Sony MZ-R70 bzw. MZ-R700 - MiniDisc-Recorder
3 Gruppen bzw. Generationen von MDs
Nur vorweg, es gibt praktisch 3 Gruppen bzw. Generationen von MDs. Diese beiden gehören zur ersten Generation. Sie werden per 3,5mm Line-in-Kabel bzw. optischen Kabel von der Stereoanlage aus in Realtime mit Musik bespielt. Einen digitalen Upload auf den PC gibt es vom Gerät aus nicht.
Die nächste Generation die sog. "Net-MDs" konnten per USB-Kabel im Download vom PC zum MD bespielt werden. Auch hier ist ein digitaler Upload NICHT möglich (DRM)!!!
Die dritte Generation der Hi-MD kann in beide Richtungen transferieren, im Upload aber nur einmalig Dateien, die mit dem Mikrofon oder Line-in aufgenommen wurden. Dazu ist eine kostenlose Sony-Software nötig.
Digitaler Upload durchaus möglich
Diese beiden MDs Sony MZ-R70 bzw. MZ-R700 gehören zur ersten Generation, die einen digitalen Upload auf den PC nur hinbekommen, wenn man ein MD-Deck hat mit optischem oder koaxialem Ausgang. Klar, der PC braucht die entsprechenden Eingänge, aber dann klappt es durchaus - allerdings nur in Echtzeit, d.h. 1h dauert 1h.
Die Vorläufermodelle (z.B. MZ-R35) hatten einen eingebauten Akku, der notfalls durch ein anschraubbares Batteriefach mit 2 AA-Batterien ersetzt werden konnte. Ziemlich groß und umständlich, aber wenn man unterwegs ein Interview machen möchte ist die Möglichkeit, des Wechselns der Akkus / Batterie ein muß. Der beliebte MicroTrack bietet diese Möglichkeit nicht.
Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang
Das blöde bei normalem MD, also z.B. dem MZ-R700 oder auch bei den alten Sony Kassettengeräten ist eben, daß der Interviewgast nicht mitbekommt, wie empfindlich das Mikro bei Kopfbewegungen oder beim Hineinschnauben ist.
Der MZ-R70, also das Vorläufermodell des MZ-R700, hat der 2 Kopfhörerausgänge und ist damit ganz praktisch, wenn der Interviewpartner gleich mithören kann. Beide Geräte haben einen Mikrofoneingang. Vorsicht, nicht alle MDs haben einen Mikrofoneingang!
Net-MD
Die Nachfolgemodelle (Net-MD) nach dem MZ-R700 sind in der Regel lediglich mit einem USB-Anschluß versehen, der aber nur im Download arbeitet. D.h. man kann sich Musik auf seinen MD laden, aber nicht das aufgenommene Interview zum PC. Damit sind sie im Bereich Interview nicht besser geeignet und man kann eine Menge Geld sparen, wenn man sich den MZ-R70 oder MZ-R700 gebraucht kauft.
Kompression ATRAC2 und 4
Der MZ-R700 hat übrigens noch den "Vorteil", daß er ATRAC2 und 4 kann. D.h. die Kompression kann man erhöhen bis schließlich 2 bzw. 4 CD auf eine MD passen. Aber die Kompression (Artefakte) von ATRAC4 Stereo-Mikrofonaufnahmen kann man teilweise schon heraushören. Diese MD Rekorder können kein MP3.
Preisvorteil gegenüber MP3
80 Minuten bei dem normalen ATRAC, das eben auch der MZ-R70 kann, sind aber qualitativ völlig ausreichend bei einem Interview. Dann legt man eben die nächste MD ein. Im Aufnahmemodus mono hat man eh die doppelte Zeit also 160 Minuten auch bei dem MZ-R70. Wenn man mal den Preis vergleicht zwischen einem MP3-Speicherchip und einer MD, dann erkennt man den Vorteil von MD.
Wen es näher interessiert, hier ist das englische Handbuch zum MZ-R70: http://www.minidisc.org/manuals/sony/sony_mzr70_manual.pdf
und hier zum MZ-R700:
http://www.minidisc.org/manuals/sony/sony_mzr700_manual.pdf
Die Gegenstücke
Die Gegenstücke für Sharp habe ich nicht verglichen, weil Sharp leider nur eine manuelle Aussteuerung hat. Diese ist voreinzustellen in einem Interview sowieso kaum zu verfolgen, wenn man alles alleine macht. Insofern halte ich Sony hier für die bessere Wahl.
Net-MD und Hi-MD
Wie schon erwähnt halte ich von den Net-MDs sehr wenig im Interviewbereich. Wer tatsächlich einen schnellen Upload will, der muß auf die Hi-MD-Geräte zurückgreifen. Die erlauben erstmalig auch einen schnellen Upload.
Interessanter Irrtum:
Bei den Preisen, die in letzter Zeit für MZ-R70 bei eBay gezahlt werden kommt bei mir der Verdacht auf, daß er mit dem Sony MZ-NH700 Hi-MD verwechselt wird. Der MZ-R70 (vorgestellt im Jahr 2000) als Vorläufer vom MZ-R700 (vorgestellt im Jahr 2001) und auch Vorläufer von den Net-MDs (vorgestellt ab Jahr 2002) ist ja schon ziemlich alt... Also aufpassen!
Ich vergleiche hier 2 Mini Disc Recorder: Sony MZ-R70 bzw. MZ-R700 - MiniDisc-Recorder
3 Gruppen bzw. Generationen von MDs
Nur vorweg, es gibt praktisch 3 Gruppen bzw. Generationen von MDs. Diese beiden gehören zur ersten Generation. Sie werden per 3,5mm Line-in-Kabel bzw. optischen Kabel von der Stereoanlage aus in Realtime mit Musik bespielt. Einen digitalen Upload auf den PC gibt es vom Gerät aus nicht.Die nächste Generation die sog. "Net-MDs" konnten per USB-Kabel im Download vom PC zum MD bespielt werden. Auch hier ist ein digitaler Upload NICHT möglich (DRM)!!!
Die dritte Generation der Hi-MD kann in beide Richtungen transferieren, im Upload aber nur einmalig Dateien, die mit dem Mikrofon oder Line-in aufgenommen wurden. Dazu ist eine kostenlose Sony-Software nötig.
Digitaler Upload durchaus möglich
Diese beiden MDs Sony MZ-R70 bzw. MZ-R700 gehören zur ersten Generation, die einen digitalen Upload auf den PC nur hinbekommen, wenn man ein MD-Deck hat mit optischem oder koaxialem Ausgang. Klar, der PC braucht die entsprechenden Eingänge, aber dann klappt es durchaus - allerdings nur in Echtzeit, d.h. 1h dauert 1h.Batterie, Akku
Beide Geräte haben einen schnell herausnehmbaren AA-Akku (NiCd, Mignon), der durch das kombinierte Netz- und Ladegerät aufgeladen wird.Die Vorläufermodelle (z.B. MZ-R35) hatten einen eingebauten Akku, der notfalls durch ein anschraubbares Batteriefach mit 2 AA-Batterien ersetzt werden konnte. Ziemlich groß und umständlich, aber wenn man unterwegs ein Interview machen möchte ist die Möglichkeit, des Wechselns der Akkus / Batterie ein muß. Der beliebte MicroTrack bietet diese Möglichkeit nicht.
Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang
Das blöde bei normalem MD, also z.B. dem MZ-R700 oder auch bei den alten Sony Kassettengeräten ist eben, daß der Interviewgast nicht mitbekommt, wie empfindlich das Mikro bei Kopfbewegungen oder beim Hineinschnauben ist.Der MZ-R70, also das Vorläufermodell des MZ-R700, hat der 2 Kopfhörerausgänge und ist damit ganz praktisch, wenn der Interviewpartner gleich mithören kann. Beide Geräte haben einen Mikrofoneingang. Vorsicht, nicht alle MDs haben einen Mikrofoneingang!
Net-MD
Die Nachfolgemodelle (Net-MD) nach dem MZ-R700 sind in der Regel lediglich mit einem USB-Anschluß versehen, der aber nur im Download arbeitet. D.h. man kann sich Musik auf seinen MD laden, aber nicht das aufgenommene Interview zum PC. Damit sind sie im Bereich Interview nicht besser geeignet und man kann eine Menge Geld sparen, wenn man sich den MZ-R70 oder MZ-R700 gebraucht kauft. Kompression ATRAC2 und 4
Der MZ-R700 hat übrigens noch den "Vorteil", daß er ATRAC2 und 4 kann. D.h. die Kompression kann man erhöhen bis schließlich 2 bzw. 4 CD auf eine MD passen. Aber die Kompression (Artefakte) von ATRAC4 Stereo-Mikrofonaufnahmen kann man teilweise schon heraushören. Diese MD Rekorder können kein MP3. Preisvorteil gegenüber MP3
80 Minuten bei dem normalen ATRAC, das eben auch der MZ-R70 kann, sind aber qualitativ völlig ausreichend bei einem Interview. Dann legt man eben die nächste MD ein. Im Aufnahmemodus mono hat man eh die doppelte Zeit also 160 Minuten auch bei dem MZ-R70. Wenn man mal den Preis vergleicht zwischen einem MP3-Speicherchip und einer MD, dann erkennt man den Vorteil von MD.Wen es näher interessiert, hier ist das englische Handbuch zum MZ-R70: http://www.minidisc.org/manuals/sony/sony_mzr70_manual.pdf
und hier zum MZ-R700:
http://www.minidisc.org/manuals/sony/sony_mzr700_manual.pdf

Podcast-Technik
Audio-Podcasts