Podcast-Technik - Mikrofon - Richtcharakteristik
Etwas, was bei Mikrofonen sehr wichtig ist, ist die Richtcharakteristik. Das heißt, von wo nimmt das Mikro bevorzugt auf? Es gibt Kugelcharakteristik, d.h. das Mikro nimmt praktisch alles um sich herum auf auch von der Seite und hinten. Und es gibt eine Richtcharakteristik "Niere" oder noch enger "Keule".
Was braucht man wann?
Wenn Ihr Euch mal an Filmszenen erinnert, dann passiert es immer wieder, daß ein Ton da ist, der garnicht im Bild zu sehen ist. Besonders die Geigen in einer romantischen Szene. Das akzeptiert man so, weil man eh in den Film vertieft ist und es auch paßt.
Beispiel: Atmo aufnehmen
Wenn man Audio-Beiträge macht kann das auch vorkommen. Z.B. Interview Dorfbrunnen, man spricht mit dem Interviewpartner und das Wasser plätschert im Hintergrund. Ja, wenn es das nur täte! Wasser plätschert leise oder garnicht. Abhilfe: Das Mikro mal 30 Sekunden nahe an das Wasser halten und Atmo aufnehmen. D.h. der Ton (Wasserplätschern), der nicht laut genug da ist, wird hinterher unter das Interview gemischt und solange verlängert (kopiert) bis es reicht.
Klassisches Interview
Für ein klassisches Interview dagegen wird man eher eine Nieren-Richtcharakteristik nehmen, man will ja den Gesprächspartner und nur den hören. Eine Keulencharakteristik, also noch enger als Niere nimmt man besonders über längere Distanzen wie sie beim Fernsehton üblich sind. Das Mikro soll ja nicht im Film zu sehen sein.
Nahbesprechungseffekt & Windschutz
2 Dinge sind noch wichtig: Geht man an ein Mikrofon mit Nieren-Richtcharakteristik nah ran, z.B. weil es sehr laut ist, dann kommt es zu einer starken Baßanhebung ( Nahbesprechungseffekt ). Bei Sprachaufnahmen sollte man immer einen ausreichenden Poppschutz / Windschutz haben, denn besonders Explosivlaute ( Konsonanten PT usw. ) machen viel Wind.
Bei Behringer gibt es eine sehr schöne Einführung in die Tontechnik mit guten Abbildungen. Statt Keule heißt es dort Superniere oder Hyperniere. http://www.behringer.com/04_ultranet/tutorials/mic-tutorial/frame.html
Was braucht man wann?
Wenn Ihr Euch mal an Filmszenen erinnert, dann passiert es immer wieder, daß ein Ton da ist, der garnicht im Bild zu sehen ist. Besonders die Geigen in einer romantischen Szene. Das akzeptiert man so, weil man eh in den Film vertieft ist und es auch paßt.Beispiel: Atmo aufnehmen
Wenn man Audio-Beiträge macht kann das auch vorkommen. Z.B. Interview Dorfbrunnen, man spricht mit dem Interviewpartner und das Wasser plätschert im Hintergrund. Ja, wenn es das nur täte! Wasser plätschert leise oder garnicht. Abhilfe: Das Mikro mal 30 Sekunden nahe an das Wasser halten und Atmo aufnehmen. D.h. der Ton (Wasserplätschern), der nicht laut genug da ist, wird hinterher unter das Interview gemischt und solange verlängert (kopiert) bis es reicht.Atmo = breit und stereo
Atmo ist in der Regel nicht so eng auf einen Punkt (Wasser) begrenzt sondern eher breit, die gesamte Geräuschkulisse (z.B. Bahnhof). Für breite Aufnahmen eignet sich dann eine Kugelcharakteristik gut und auch stereo. Stereo deshalb, weil es lebendiger ist, z.B. Züge, die von rechts nach links fahren. Sehr starke Stereounterschiede können aber auch anstrengend sein, normalerweise ist Musik so gemischt, daß sie einen leichten, angenehmen Unterschied hat, der auch monokompatibel ist.Klassisches Interview
Für ein klassisches Interview dagegen wird man eher eine Nieren-Richtcharakteristik nehmen, man will ja den Gesprächspartner und nur den hören. Eine Keulencharakteristik, also noch enger als Niere nimmt man besonders über längere Distanzen wie sie beim Fernsehton üblich sind. Das Mikro soll ja nicht im Film zu sehen sein.Nahbesprechungseffekt & Windschutz
2 Dinge sind noch wichtig: Geht man an ein Mikrofon mit Nieren-Richtcharakteristik nah ran, z.B. weil es sehr laut ist, dann kommt es zu einer starken Baßanhebung ( Nahbesprechungseffekt ). Bei Sprachaufnahmen sollte man immer einen ausreichenden Poppschutz / Windschutz haben, denn besonders Explosivlaute ( Konsonanten PT usw. ) machen viel Wind.Bei Behringer gibt es eine sehr schöne Einführung in die Tontechnik mit guten Abbildungen. Statt Keule heißt es dort Superniere oder Hyperniere. http://www.behringer.com/04_ultranet/tutorials/mic-tutorial/frame.html

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