Die Zukunft des Podcastings - Audio on Demand
Nachdem man dann verstanden hat, was Podcasting ist, fragt man sich ja automatisch, ergibt das einen Sinn und wie sieht die Zukuft aus?
Meine Frage: Kann man Podcasting so einfach mit Radio vergleichen?
Podcasting ist keine Hörzeitung
So ist es unpassend, wenn Wikipedia Podcasts als "Radio on demand" bezeichnet. Radio ist ja auch nicht eine Hörzeitung und DVDs sind kein Fernsehen on Demand.
Podcasting ist eher Audio on Demand und hat nicht selten eine Ähnlichkeit mit einem getunten Bollerwagen - ähhä?
Sehr spezifische Nischen
Der Sinn des Podcastings ist, die Individualität zu unterstützen und sehr spezifische Nischen abzudecken, die ein Massenmedium nicht bieten kann. Podcasting lebt von "Experten", die ihr wissen in Audio / Video anbieten. Wie groß die Nische ist und ob es da auch wiederum eine "Masse" gibt, das ist interessant.
Individuelle "Massen"
Das klingt zunächst gegensätzlich "individuelle Massen", aber sobald das Podcasting auf Empfangsseite noch einfacher wird, wird es größere "individuelle Massen" geben. Diese Massen sind heute schon vergleichbar mit den Auflagen exotischer Publikationen. Als Vergleichszahlen sind deshalb nicht Radiohörer sondern vielleicht eher die Auflagen von Publikationen wie z.B. Obdachlosenzeitungen vergleichbar.
Wann wird Podcasting aus den Kinderschuhen kommen?
Ich denke, da gibt es drei Punkte: Technische Qualität, Inhalt, Struktur.
Weitere Meinungen:
- Hallo, ihr Lieben!
- Was denken Podcaster, Internetwirtschaft, Verleger und Radiomacher über Podcasting?
- Preconference-Podcasts: Julian Regenthal-Patzak, Audioetage
- Podcastday 2006 - Bürgermedien
Meine Frage: Kann man Podcasting so einfach mit Radio vergleichen?
-
Radio ist ein traditionelles, klassisches Medium, das eingeführt wurde, als es nichts vergleichbares gab, höchstens Zeitungen. Radios sind einfacher zu bedienen als PC, Podcatcher, Player.
- Radio muß immer die Masse der Zuhörer abdecken, weil man kostenbewußt arbeiten muß und von Werbung abhängig ist. Es ist als Massenmedium konzipiert, das Internet eher als Individualmedium mit Massenzugang, sonst wären Nischen z.B. sowas skurriles wie Gay Wrestling Podcast überhaupt nicht denkbar.
- Die Formen Reportage und gebauter Beitrag sind in der Podcastwelt fast unbekannt. Meist handelt es sich um Moderationen, "Audioblogging" (ich vergesse das Moderieren aber erzähle trotzdem was) und Soundseeing.
- Beim Radio muß man permanent davon ausgehen, daß sich Hörer grade zugeschaltet haben oder daß sie abspringen, wenn man ausschweifig / langweilig wird. Podcasts haben dagegen ein Ende und einen Anfang. Es ist also recht aufwändig, sauber Radiosendungen für Podcasts umzuscheiden. Spätestens da fällt einem der Unterschied auf.
Podcasting ist keine Hörzeitung
So ist es unpassend, wenn Wikipedia Podcasts als "Radio on demand" bezeichnet. Radio ist ja auch nicht eine Hörzeitung und DVDs sind kein Fernsehen on Demand.Podcasting ist eher Audio on Demand und hat nicht selten eine Ähnlichkeit mit einem getunten Bollerwagen - ähhä?
Sehr spezifische Nischen
Der Sinn des Podcastings ist, die Individualität zu unterstützen und sehr spezifische Nischen abzudecken, die ein Massenmedium nicht bieten kann. Podcasting lebt von "Experten", die ihr wissen in Audio / Video anbieten. Wie groß die Nische ist und ob es da auch wiederum eine "Masse" gibt, das ist interessant.Individuelle "Massen"
Das klingt zunächst gegensätzlich "individuelle Massen", aber sobald das Podcasting auf Empfangsseite noch einfacher wird, wird es größere "individuelle Massen" geben. Diese Massen sind heute schon vergleichbar mit den Auflagen exotischer Publikationen. Als Vergleichszahlen sind deshalb nicht Radiohörer sondern vielleicht eher die Auflagen von Publikationen wie z.B. Obdachlosenzeitungen vergleichbar.Wann wird Podcasting aus den Kinderschuhen kommen?
Ich denke, da gibt es drei Punkte: Technische Qualität, Inhalt, Struktur.- Die technische Qualität der meisten Podcasts hinkt weit hinter dem her, was möglich ist. Der Grund ist wohl, daß man der scheinbaren Einfachheit der Bedienung der Geräte vertraut und der angenommenen Toleranz der Hörer.
Langfristig wird es so sein wie bei den berüchtigten (weil langen, einfallslosen, ungeschnittenen) Urlaubsvideos. Schlechte Qualität wird man vermeiden, wenn bessere in Form anderer Podcasts oder klassischer Medien vorhanden ist. - Der Inhalt: Es klingt immer so locker, was Radio oder Fernsehmoderatoren so machen. Wenn man aber das erste Seminar besucht zum Thema "Schreiben fürs Radio", dann wird einem klar, wie schwer erarbeitet das ist. Es ist ein Handwerk. Dem einen fällt das leichter, dem anderen schwerer. Zur Zeit sieht es noch so aus, daß Podcaster meinen es sich leisten zu können, einfach ihr Ding zu machen. Das ist in sich o.k., aber bezogen auf die Frage, wann Podcasting aus den Kinderschuhen kommt, werden nur die überleben, die mehr über ihr "Ding" nachdenken und sich Rundfunkqualität anpassen.
- Mit Struktur meine ich
1. FORMAT. Ja, eine Annik Rubens hat, ohne es wahrscheinlich am Anfang so geplant zu haben, ein Format (Intro, Anmoderation, Zeiteinheiten, Stil, Abmoderation, Outro, Erscheinungsrhytmus).
2. Sortier- und Präsentierstruktur in den Portalen. Bisher scheinen die Podcastportale lediglich Podcasts zu listen. Waren sie anfänglich noch froh über mehr und mehr Podcasts, so ist es jetzt angesagt, dem User zu helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Ein vielfältigeres Bewertungssystem ist nötig, vorbereitete "Themenkanäle" mit Minimumqualitäts- und Inhaltsansprüchen. Z.B. wählt ein User folgendes: Technische Qualität 1 (sehr gut), Inhalt "News, Comedy", Gesamtzeit 5h, so erhält er einen tagesaktuellen Downloadvorschlag.
Weitere Meinungen:
- Hallo, ihr Lieben!- Was denken Podcaster, Internetwirtschaft, Verleger und Radiomacher über Podcasting?
- Preconference-Podcasts: Julian Regenthal-Patzak, Audioetage
- Podcastday 2006 - Bürgermedien

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